Die Teilfächer stellen sich vor: Linguistik
1.3 Forschungsinteressen und -aktivitäten
Die sprachwissenschaftliche Forschung und Lehre am Institut reflektieren die Breite der linguistischen Forschungslage, wobei drei Kernbereiche zu nennen sind:
- deskriptive und theoretische Linguistik
- angewandte Linguistik
- historische Sprachwissenschaft
Ziel der Lehre ist es demgemäß, den Studierenden die Möglichkeit zu geben, sich vertraut zu machen mit den
- allgemeinen Grundsätzen der Linguistik, den Problemen der Beschreibung der englischen Sprache in ihren verschiedenen regionalen, sozialen und historischen Ausprägungen weltweit und darüber hinaus auch von Sprache allgemein sowie den Lösungsversuchen dieser Probleme in verschiedenen theoretischen Ansätzen auch unter Anwendung neuerer Methoden wie der computergestützten Korpusanalyse),
- Aspekten der Umsetzung sprachwissenschaftlicher Erkenntnisse in der Praxis in bezug auf Fragen des Fremdsprachenunterrichts oder der Übersetzung (was in Hinblick auf die späteren Berufschancen der Absolventinnen und Absolventen von Bedeutung sein könnte),
- früheren Sprachzuständen, der historischen Entwicklung der englischen Sprache (im weiteren Kontext der germanischen Sprachfamilie), verbunden mit den Prinzipien des Sprachwandels und Phänomenen des Sprachenkontakts.
Traditionell war die Sprachwissenschaft im philologischen Studium eine vor allem historisch orientierte Wissenschaft. In jüngerer Zeit haben sich die Inhalte der sprachwissenschaftlichen Forschung jedoch entscheidend geändert, so daß heute die Analyse der Gegenwartssprache sowie, damit verbunden, sprachtheoretische Probleme im Mittelpunkt des sprachwissenschaftlichen Interesses stehen.
In Erlangen wird vor allem im Hinblick auf die Lehramtsstudiengänge dem Aspekt der Anwendbarkeit linguistischer Erkenntnisse auf den Fremdsprachenunterricht große Bedeutung zugemessen. In der Lehre wird dem durch die besondere Berücksichtigung angewandter Aspekte (kontrastive Linguistik Deutsch-Englisch, Wörterbuchforschung, Übersetzungstheorie) Rechnung getragen.
Die linguistischen Kurse bilden einen Teil des modularisierten Englischstudiums am Institut. Eine solide inhaltliche Basis wird durch Grund- und Aufbaukurse gelegt, auf deren Grundlage Seminare und Übungen eine Reihe von Themen aufgreifen und kritisch vertiefen können.
Zur Vorbereitung auf das Examen werden für fortgeschrittene Semester regelmäßig Examenskurse angeboten, an den thematischen Vereinbarungen der englischen Sprachwissenschaftler in Bayern in bezug auf das zentrale Staatsexamen orientieren.
Für den nicht-vertieften Studiengang (Lehramt Grund- und Hauptschule) werden am der Standort Regensburgerstraße in Nürnberg (ehem. EWF) in Nürnberg regelmäßig Grund- und Aufbaukurs English Linguistics sowie ein Proseminar und ein Examenskurs angeboten.
Zum Selbststudium hat der Lehrstuhl unter dem Reihennamen SEALING Selbstlernmaterialien erstellt, mit denen sich die Studierenden auf das Staatsexamen vorbereiten können.
1.3 Forschungsinteressen und -aktivitäten
Die Forschungsschwerpunkte im Bereich der Sprachwissenschaft am Institut für Anglistik und Amerikanistik liegen in den folgenden Bereichen:
- Lexikographie,
- Phonologie,
- Sprachwandel und Sprachvariation,
- Syntaxtheorie,
- Übersetzungswissenschaft (einschließlich Medienübersetzung).
- in einschlägigen Publikationen wie dem Valency Dictionary of English (2004), das in Zusammenarbeit mit den Universitäten Birmingham, Reading und Augsburg entstanden ist, und
- der Durchführung internationaler Fachkonferenzen zur Lexikografie sowie korpusbasierten Grammatikforschung sowie der Organisation von Gastvortragsreihen zu diesen Themen.
- der Mitgliedschaft vieler Mitarbeiter am Lehrstuhl im Interdisziplinären Zentrum für Lexikografie, Valenz- und Kollokationsforschung an der FAU.
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Seite zuletzt aktualisiert am 20.06.2011