Die Teilfächer stellen sich vor: Amerikanistik
3. Amerikanische Kultur- und Literaturwissenschaft
3.1 Forschungsinteressen und -aktivitäten
3.2 Amerikanische Literaturwissenschaft
3.3 Amerikanische Kulturwissenschaft
3.3.2 Organisation der Lehre
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3. Amerikanische Literatur- und
Kulturwissenschaft
Die Erlanger Amerikanistik begreift sich als Nordamerikanistik. In der Tradition der American Studies befaßt sie sich mit den Literaturen und Kulturen Nordamerikas und betreibt dafür
(1) Literaturgeschichte, (2) Literaturwissenschaft, d.h. Literaturtheorie und Methodenlehre, (3) allgemeine Kulturwissenschaft als Theorie sowie als Bündelung der Beschäftigung mit außerliterarischen soziokulturellen Prozessen und (4) kulturraumspezifische Kulturwissenschaft (Nordamerika). Als ihre Untersuchungsregion betrachtet sie die anglophonen Teile Nordamerikas, d.h. die USA sowie Kanada und die englischsprachige Karibik.
3.1 Forschungsinteressen und -aktivitäten
- amerikanische Erzählliteratur des 19. und 20. Jahrhunderts
- amerikanische Lyrik und Poetik des 20. Jahrhunderts
- Minoritätenliteratur und -kultur, insbesondere der Afro-Amerikaner, Indianer und Latinos
- Populärkultur und Amerikanisierung
- transatlantic studies und mobility studies
- US-amerikanische Einwanderungsliteratur und postcolonial studies
- Gender/Gay Studies
- anglokanadische Literatur
- Interamerikanistik
- anglophone Literatur der Karibik
- deutsche Amerikaliteratur und deutsch-amerikanische Texte
- Narrativik
- Performativitätstheorie
- Kulturtheorie, Interkulturalität und Hybridität
- Kulturhermeneutik
- Grundfragen amerikanischer Kultur und Gesellschaft im globalen Kontext
Mehrere Dozenten der Amerikanistik sind am 2001 eingerichtete Graduiertenkolleg "Kulturhermeneutik im Zeichen von Differenz und Transdifferenz" beteiligt. Angaben zu individuellen Forschungsschwerpunkten sowie zu Publikationen finden sich in den Einträgen zu den einzelnen Lehrenden (Breinig, Binder, Lösch, Meindl, Paul, Zapf).
3.2 Amerikanische Literaturwissenschaft
Ziele des Studiums sind der Erwerb von breiten Kenntnissen im Bereich der amerikanischen (sowie der englischsprachigen kanadischen und karibischen) Literatur und die Befähigung zur wissenschaftlichen Analyse literarischer Texte. Die Lehre vermittelt
- literaturwissenschaftliche Terminologie zur Textanalyse
- literaturtheoretische Ansätze und Interpretationsmethoden
- Techniken wissenschaftlichen Arbeitens
- einen Überblick über die Geschichte der amerikanischen Literatur
- Hinweise zur historischen Kontextualisierung literarischer Texte
Erforderliche Grundkenntnisse zu Terminologie, Literaturtheorie und Techniken wissenschaftlichen Arbeitens vermitteln die literaturwissenschaftlichen Grundkurse, Aufbaukurse und Proseminare im gemeinsamen Grundstudium für Studierende der Anglistik und der Amerikanistik; die Basisvorlesung Literaturwissenschaft bietet einen ersten Überblick zur englischen und amerikanischen Literatur. Amerikanistische Vorlesungszyklen zur Vertiefung der literaturhistorischen Kenntnisse werden regelmäßig angeboten. Weitere Proseminare und Übungen zu spezielleren Themen vervollständigen das Lehrangebot im Grundstudium.
Das Hauptstudium ist gegenüber dem Grundstudium wesentlich freier gestaltbar. Im Mittelpunkt des Studiums steht der Besuch frei wählbarer Hauptseminare sowie Vorlesungen zu speziellen Themen. Große Bedeutung kommt dem Selbststudium und besonders im Magisterstudiengang der Herausbildung eigener wissenschaftlicher Schwerpunkte zu.
Für den nicht-vertieften Studiengang (Lehramt Grund- und Hauptschule) werden an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät (EWF) in Nürnberg regelmäßig Grundkurse und thematische Lehrveranstaltungen angeboten.
3.3 Amerikanistik: Kulturwissenschaft (mit Schwerpunkt
Nordamerika)
Aufbauend auf den Kenntnissen der textwissenschaftlichen Methodik sollen Studierende lernen, auf einer breiteren Basis kulturelle Muster und Entwicklungen wahrzunehmen, zu analysieren und darzustellen. Dies geschieht mit interdisziplinären Ansätzen und unter Berücksichtigung unterschiedlicher Medien. Ein studienbegleitender Aufenthalt im englischsprachigen nordamerikanischen Kulturraum wird dringend empfohlen.
Das Grundstudium ist identisch mit dem Grundstudium der amerikanischen/englischen Literaturwissenschaft. Der Grundkurs Kulturwissenschaft vermittelt die notwendigen Kenntnisse in der Kulturtheorie. Proseminare, die wahlweise als literatur- oder als kulturwissenschaftliche Veranstaltung belegt werden können, sowie explizit kulturwissenschaftliche Proseminare und Übungen zu speziellen Themen vermitteln regionalspezifische kulturwissenschaftliche Kenntnisse (USA, Karibik, Kanada). Im Hauptstudium steht neben dem Selbststudium der Besuch von Übungen, Hauptseminaren und Vorlesungen im Mittelpunkt. Leistungsnachweise aus thematisch naheliegenden Lehrveranstaltungen aus anderen Fächern (z.B. Politische Wissenschaft, Geschichte) können angerechnet werden.
Seite zuletzt aktualisiert am 05.11.2010