Erfahrungebericht Roskilde

Der folgende Erfahrungsbericht geht auf einen Studienaufenthalt einer Erlanger Anglistin von August 2003 bis Juni 2004 an der Universität Roskilde zurück. Details und Adressen können sich also geändert haben. Einen ersten Eindruck vermittelt der Bericht jedoch nach wie vor.

Einführungskurs:

Es gibt einen 2-wöchigen Einführungskurs, denn man auf jeden Fall besuchen sollte- dort schließt man die ersten Kontakte und man wird in die Uni eingeführt. RUC legt sehr viel Wert auf die Projektarbeit, und eigentlich jeder Austauschstudent macht ein Projekt. Deswegen wurde bei mir in den Einführungskurs ein Pilotprojekt angeboten, dort bekommt man dann einen Eindruck, was einen erwartet. Es herrscht ein ganz anderes Klima auf der Uni als ich es von Deutschland gewöhnt bin, auf die Meinung der Studenten wird mehr wert gelegt und sie sollten sich ihr Wissen in Teamarbeit durch Projekte aneignen. Die Struktur des Lehrens ist einfach anders. Im Einführungskurs wird auch ein bisschen Dänisch gelehrt, allerdings nicht so intensiv.

Sprachkurse:

Es gibt einen Dänischkurs an der Universität der 3-mal wöchentlich stattfindet. Allerdings ist es auch möglich, sich bei der Gemeinde ("Kommune") anzumelden und dann in die Sprachschule abends zu gehen. Es ist nicht unbedingt notwendig dänisch zu lernen, man kommt mit Englisch überall gut durch. Wenn man allerdings Auslands-Bafög beantragen will, muss man Grundkenntnisse in der Landessprache besitzen, das lässt sich aber mit den 2 Wochen Einführungskurs abdecken.

Lehrveranstaltungen:

Das normale Pensum eines RUC Studenten ist ein Projekt und 2 Kurse im Semester, was 30 ECTS ergeben sollte. Wenn man Internationale Kulturstudien wählt (ICS genannt im Englischen und HIB im Dänischen), kommt man wieder in das Grundstudium hinein. Es gibt eine Auswahl von Kursen in Englisch, die Projekte sind auf Englisch. Wenn man noch andere Kurse besuchen möchte sollte man sich mit seinem Koordinator auseinander setzen, denn nicht alles ist auf Englisch.

Anrechnung der Kurse:

Wird sich noch zeigen!

International Club (IC):

Der internationale Club organisiert sehr viele Ausflüge, allerdings muss man sich dabei auch selber engagieren. Am Anfang vom Semester gibt es ein Treffen auf dem beschlossen wird, was in dem jeweiligen Semester alles gemacht wird. Einzelne Ausflüge müssen von den Austauschstudenten selbst organisiert werden und auch vorgeschlagen werden. Aber die Ausflüge werden dann teilweise vom IC subventioniert, so dass die Ausflüge preiswerter werden.

Wohnen:

Es gibt Zimmer bzw. Wohnungen auf dem Campus, in Høje Taastrup und in Roskilde. Es gibt auch Möglichkeiten sich ein Zimmer in Kopenhagen vermitteln zu lassen.

Die Uni liegt außerhalb Roskilde; wenn man auf dem Campus wohnt, hat man es ein wenig weiter bis zum nächsten Supermarkt. Allerdings wohnen viele Internationale auf dem Campus und man lernt schnell neue Leute kennen.

In Høje Taastrup gibt es 3 Familienhäuser, in denen internationale Studenten wohnen. Es liegt zwischen Roskilde und Kopenhagen, zur Uni muss man dann allerdings den Zug nehmen, oder cirka 45 min mit dem Fahrrad.

Es gibt auch noch Zimmer in dänischen Studentenwohnheimen, es kommt halt drauf an, wie man wohnen möchte.

Einige haben es so gemacht, dass sie das erste Semester in Roskilde/Campus/ Høje Taastrup gewohnt haben und dann nach Kopenhagen gezogen sind. Man muss sich allerdings auch rechtzeitig darum kümmern.

Bis jetzt ist noch jeder untergekommen, allerdings habe ich sehr spät Bescheid bekommen, dass ich ein Zimmer habe, aber ich habe nicht gehört, dass irgendjemand nicht wusste, wo er übernachten sollte. Es wird immer etwas organisiert. Maria Hylstofte [meh@ruc.dk] ist für die Vergabe von den Zimmern etc. zuständig; wenn man Fragen hat, sollte man sich an sie wenden.

Leben an sich:

Roskilde hat am Wochenende nicht ganz soviel zu bieten, es gibt zwar 3 Discos, aber in Kopenhagen ist eindeutig mehr los.

Allerdings wurden bei uns immer Parties, internationale Abende und Ausflüge organisiert, so dass man nicht immer nach Kopenhagen gefahren ist. Langweilig wird einem nie, es ist immer etwas los.

Kosten:

Besonders der Transport nach Kopenhagen ist teuer, generell muss man mehr zahlen als in Deutschland. Die billigsten Mieten fangen bei 1870 Kr an, der Durchschnitt liegt bei 2300 Kr und es geht hoch bis zu 3000 Kr. Man sollte sich darauf einstellen, dass man mehr Geld verbraucht als sonst!

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Seite zuletzt aktualisiert am 05.11.2010
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